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Natürlich wachsen mit Fun-Faktor

Wie eine alte Traditionspflanze den Trendsport aufmischt

Noch vor Kurzem brauten in dem alten Backsteingebäude mit den grünen Jalousien die Braumeister von Cardinal ihr Bier, nun surren Cyrille Boinay, Christian Fischer und Julien Rion dort durch ihr Büro. An den Wänden hängen Bilder von Freeridern, im Büro verteilt liegen Skistöcke und Skis. 2011 haben Boinay und seine zwei Kollegen die Firma Bcomp gegründet und sich im ersten Stock des Freiburger Brauereiareals eingemietet. Bcomp ist ein Start-up, das innovative Technologien entwickelt, um aus natürlichen Rohstoffen ökologisch nachhaltige Produkte herzustellen. Unter anderem ultraleichte und trotzdem enorm belastbare Skikerne.

Viele kleine Schilder beim Eingang zeigen, dass Bcomp auf dem Areal keineswegs allein ist: Auch andere Unternehmen tüfteln dort an ihren Produkten, Künstler gestalten Skulpturen, junge Gastronomen organisieren Veranstaltungen, und später sollen hier auch urbane Wohnungsräume entstehen. Stadt und Kanton Freiburg unterstützen über das Projekt «BlueFactory» die Umnutzung des Areals hin zu einer spannenden Mischung aus Kultur, Wirtschaft und Wohnen. Es soll das erste CO2-neutrale Innovationsquartier der Schweiz entstehen.

Mit einem Skistock auf Investorensuche

Seit seinem dritten Geburtstag steht Cyrille Boinay regelmässig auf Skis oder Snowboards. Dieses Hobby konnte der gelernte Betriebswirt mit den braun-blonden Locken 2003 zum Beruf machen: Er gründete eine kleine Skifirma, die sich auf die Entwicklung von breiten Skis für den Freeride-Bereich spezialisierte. Bei einer «Hundsverlochete» stiess der Jungunternehmer einige Zeit später auf Christian Fischer, der damals an seiner Doktorarbeit im Bereich der innovativen Faserverbundtechnologie arbeitete. Gemeinsam heckten die zwei Ideen aus für neue natürliche Materialien und entwickelten Technologien, die die Produkte noch leichter, robuster und dämpfender machen sollten. Später verkaufte Boinay seine Firma und wollte eigentlich nicht wieder ins Skibusiness einsteigen. Doch Fischer und der ebenfalls doktorierende Julien Rion insistierten, bis er nachgab. Ausgerüstet mit dem Prototypen eines Skistocks und einem durchdachten Businessplan, machten sie sich auf Investorensuche. Mit Erfolg: «Es ist ein ganz besonderes Glück, dass wir eine Investorengruppe gefunden haben, die unsere Idee unterstützt und in das Start-up investiert», erzählt Boinay.

Die Marktabklärungen zeigten bereits sehr früh, dass die junge Firma mit ihren Produkten aus rein natürlichen Fasern eine bisher ungenutzte Nische besetzen konnte. Die natürliche Grundlage für ihre Innovationen ist Flachs. Flachs als Rohstoff hat in der Schweiz eine lange Tradition, ist aber in den letzten Jahren zunehmend in Vergessenheit geraten und wurde deshalb auch kaum mehr angepflanzt. Die Produkte von Bcomp sollen das ändern. In diesem Sommer werden im Emmental wieder verschiedene Flachsfelder blühen. Marlis Dürst, eine engagierte Sozialarbeiterin, baut den Flachs an, der heute für kleine Designproduktionen verwendet wird. Er wird im Emmental gebrochen und dann in den verschiedenen Produktionen für Bcomp verarbeitet. «In naher Zukunft möchten wir ein ganzes Netz von Flachsproduzenten in der Schweiz haben», so die Vision von Cyrille Boinay und seinen Partnern. Wenn die Nachfrage wächst wie bis anhin, ist das auch dringend nötig.

Flachs und Tabak im Zifferblatt

Die Produktpalette hat sich laufend weiterentwickelt, meist aufgrund von Bedürfnissen der einzelnen Partner und Kunden. So liegt die Produktion von Skikernen für Marken wie Faction, Black Diamond, K2 oder Stöckli bereits bei nahezu 100 000 Stück für die nächste Saison, die Produktion von Surfboards, Kiteboards, Skateboards und Hockeyschlägern wächst ähnlich rasant. Gleichzeitig finden sich die Materialien von Bcomp in Bügelbrettern von Laurastar, in der Karosserie von neuen leichten Elektromobilen oder auch in Möbelteilen.

Die Grundlage für seinen Erfolg legt das Unternehmen im Atelier. Im kleinen Raum entwickelt das innovative kleine Team neue Technologien, testet und probiert aus. Wie kann Faser A mit Faser B verbunden werden? Welche Klebeverbindung ist nötig, welche ist passend? Momentan dreht sich alles um die Frage, wie der Flachs von Marlis Dürst optimal für die Zifferblätter der neusten Uhren einer Schweizer Manufaktur verarbeitet werden kann. Natürlich sind die Ergebnisse noch streng geheim. Die Zifferblätter werden in Kleinstmengen hier im Atelier vorbereitet und gehen dann für die Weiterverarbeitung an die Uhrenfirma. Ebenfalls in Produktion ist bereits ein Zifferblatt mit Tabakblättern. «Es ist toll, mit den verschiedenen Kunden zusammen immer wieder Neues zu entwickeln», schwärmt Boinay. Die jüngste Anfrage auf seinem Computerschirm kommt vom Swiss Space Center. Der Schweizer Ableger der European Space Agency (ESA) hat Interesse an der Technologie von Bcomp. Aufgrund der Vorgaben der Investorengruppe gibt es nur einen Bereich, der für die Jungunternehmer ein No-Go ist: «Wir dürfen keine Grundlagen für Waffen produzieren.»

Ein gutes Klima für Start-Ups

Seit ihrer Gründung wächst die Firma rasant. Dass innovative Projekte unterstützt werden und seitens der Investoren und Kunden eine Offenheit für nachhaltige Produkte vorhanden ist, stelle eine Grundvoraussetzung dar, damit Start-ups wie Bcomp erfolgreich sein können, sagt Boinay. Zwei der drei Jungunternehmer arbeiten Teilzeit, verbringen viel Zeit mit der Familie und treiben regelmässig Sport. Sie sind überzeugt, dass Erfolg auch von der Ausgeglichenheit und Energie der einzelnen Teammitglieder abhängig ist. Ausserdem gehört bei Bcomp eine sichtbare und gelebte Affinität für Trendsportarten zum unternehmerischen Spirit. Die drei Firmeninhaber schätzen ausserdem das Privileg der guten Rahmenbedingungen für Start-ups in der Schweiz. Dank einem hohen Wohlstand und einem gesunden Wirtschaftswachstum können sich laut Boinay die Schweizerinnen und Schweizer hochwertige Produkte und einen Beitrag an qualitatives Wachstum und Nachhaltigkeit leisten. Ein zusätzlicher Erfolgsfaktor des Start-ups sind auch die unterschiedlichen Ausbildungen des Teams: Es profitiert vom breiten Wissen aus Universität, Fachhochschule und Lehre. Man komme sich aufgrund der unterschiedlichen Stärken nie in die Quere, Spass an der Arbeit und an neuen Ideen sei zentral. «Aber natürlich wollen wir auch Geld verdienen, deshalb sind Grossprojekte in der Mobilität oder Energiebranche für uns wichtig. Daneben muss aber unser Flaggschiff Trendsport immer vorneweg schwimmen können und gegen aussen sichtbar sein.»

Die Stimmung in den Räumlichkeiten der ehemaligen Brauerei in Freiburg macht deutlich, dass Bcomp mit seinem hochprofessionellen und kreativen Team noch viel aufmischen wird im Bereich der Fasertechnologie. Die Möglichkeiten für neue Innovationen und Produkte scheinen fast grenzenlos. Und die Schweizerinnen und Schweizer werden auf Wanderungen durch das Emmental oder andere Gegenden künftig wieder öfter auf blau blühende Flachsfelder stossen.

Mehr Informationen: www.bcomp.ch

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