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Der Mann mit den vielen Beinen

Wie sich Jon Piguet im Unterengadin unter anderem als Webdesigner neu erfunden hat.

Stellt man sich das Arbeitsumfeld eines Webpublishers vor, denkt man an ein mit Monitoren und Festplatten verstelltes Atelier, irgendwo im angesagtesten Viertel einer Grossstadt. Im Fall von Jon Piguet könnte dieses Bild verkehrter nicht sein. Der Blick aus seinem Bürofenster trifft nicht auf urbane Umtriebigkeit, sondern auf eine farbverrückte Magerwiese. Und auf die schneebedeckten Dreitausender des Lischana-Massivs. Seit 2001 lebt Piguet, aufgewachsen im Zürcher Oberland, mit seiner Familie am Dorfrand von Sent im Unterengadin.

Dass einer mit dem Programmieren von Websites ein Auskommen findet, ist im Tal noch ziemlich ungewöhnlich. Die Wirtschaft wird von Tourismus und Baugewerbe dominiert. Auch die Landwirtschaft ist nach wie vor sehr präsent – obwohl die meisten Bauern längst ein zweites Standbein haben, um über die Runden zu kommen. Piguet macht da keinen Unterschied. Als er mit seiner Frau Brigitte Schnetzler den Entschluss fasste, mit den drei Töchtern von Uster in die Berge zu ziehen, wollten sie zunächst zwei Projekte verwirklichen: betreute Ferien für geistig oder körperlich behinderte Personen anbieten und eine Werkstatt für Instrumentenbau betreiben. Ersteres funktioniert heute bestens: In der eigens dafür eingerichteten Wohnung im ersten Stock des Hauses verbringen jeden Sommer mehrere Dutzend Gäste erholsame Wochen. Dank einem dafür gegründeten Förderverein geht die Rechnung mittlerweile auch finanziell auf – IV-Beiträge für betreute Ferienangebote gibt es nämlich keine. Schwieriger war es für den gelernten Orgel- und Gitarrenbauer, mit der Fertigung von Instrumenten Geld zu verdienen. «Und die Möglichkeiten für andere Verdienste sind hier sehr eingeschränkt», räumt Piguet ein. Wer nicht im Gastgewerbe oder auf dem Bau arbeiten will, hat einen schweren Stand – einer der Hauptgründe, weshalb so viele Bergtäler mit Abwanderung zu kämpfen haben.

Vom Homeoffice mit der Welt verbunden

Der Fortschritt der modernen Kommunikationstechnologie eröffnete ihm eine andere Möglichkeit. Nachdem er einen entsprechenden Abschluss in Zürich gemacht hatte, arbeitete Piguet zunächst für eine Firma in Chur und pendelte wöchentlich ins Unterland. Doch schon bald wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit – in seinem neben der Werkstatt eingerichteten Büro, viele Kilometer von der nächsten grösseren Stadt entfernt. «Gepflegte Websites aus dem Unterengadin» ist sein Slogan – den er so versteht, dass seine Internetseiten nicht nur ein gepflegtes Erscheinungsbild haben, sondern auch inhaltlich konstant gepflegt werden sollen. Schneller als erwartet bekam er einige schöne Aufträge, beispielsweise vom Bündner Kunstmuseum, vom Schloss Tarasp und von einigen Gewerbebetrieben aus der Region.

Das Arbeitsmodell, das Piguet lebt, wäre vor wenigen Jahren noch kaum denkbar gewesen. Zwar trifft er seine Kunden stets zu einem ersten Gespräch, um die Bedürfnisse genau abzuklären und einen Eindruck vom Betrieb und seinem Umfeld zu gewinnen. Danach aber funktioniert die Kommunikation meistens via E-Mail, telefonisch oder per Skype. Letzteres hat es ihm ermöglicht, Projekte zusammen mit einem nach Sydney ausgewanderten Engadiner Grafiker zu realisieren. Den anderen Standbeinen der Familie kommt das sehr zugute. «Ich arbeite zu rund 90 Prozent im Homeoffice», erklärt Piguet. «So bin ich vor Ort, wenn der Treppenlift für unsere Feriengäste streikt oder jemand in der Küche gebraucht wird.» Und er vergeudet keine Zeit mit Pendeln, sondern kann sie für seine vielen anderen Tätigkeiten einsetzen. Für seine Jazzband, mit der er in Engadiner Hotels auftritt. Für seine Werkstatt, in der er Ferienkurse für Möbelbau anbietet. Oder für Mountainbike-Fahrten oder Skitouren in der Bergwelt, die gleich hinter dem Hühnergehege beginnt. Nur für eines fehlten ihm bislang Motivation und Geduld: An Vallader, dem regionalen rätoromanischen Dialekt, hat er noch immer hart zu kauen. «Am ersten Schultag nach unserem Umzug kamen die Kinder geschockt nach Hause», erinnert er sich schmunzelnd. «Sie hatten im Unterricht kein Wort verstanden. Aber nach einem halben Jahr unterhielten sie sich sogar untereinander in der neuen Sprache.» Dass im Dorf jeder auch Deutsch beherrsche, mache es nicht einfach, den Schritt zum Romanisch zu machen.

Offenheit hat Tradition

Warum in Sent funktioniert, was andernorts zu Konflikten führt – die Integration von Zuwanderern und ihren Ideen –, weiss Piguet auch nicht genau. Er vermutet, dass die jahrhundertelange Tradition des Aus- und wieder Zurückwanderns das Tal stark geprägt hat. Die prachtvollsten Häuser in Sent wurden vor über 100 Jahren von einheimischen Zuckerbäckern erstellt, die es in Italien zu Geld gebracht hatten und im Sommer jeweils zurückkehrten. Auch der Tourismus sorgt für eine gewisse Offenheit, ebenso wie die Nähe zur Landesgrenze: Nach Italien oder Österreich ist es nur ein Katzensprung. Das alles trägt wohl mit dazu bei, dass man sich hier nicht verschliesst vor Veränderungen und jene, die möchten, ins Dorfleben integriert. «Es gibt mittlerweile einige Leute hier im Tal, die ähnlich arbeiten wie ich», erklärt Piguet. Oft funktionierten diese Kleinstunternehmen in Partnerschaften mit jemandem aus dem Unter- oder gar dem Ausland. «Es ist erstaunlich, was sich heute hinter den Fassaden der alten Engadinerhäuser alles verbirgt.»

Obwohl auch im Unterengadin die Gemeinden derzeit grossflächig fusionieren müssen, weil nicht jedes Bergdorf weiterhin eine eigene Verwaltung finanzieren kann, sieht Piguet die Zukunft des Tals positiv. Vorausgesetzt, man wolle nicht dem Oberengadin nacheifern und setze stattdessen auf qualitatives, nachhaltiges Wachstum und innovative neue Standbeine. Dass das funktioniert, steht für ihn ausser Frage.

Mehr Informationen: www.piguetweb.ch, www.piguethandwerk.ch, www.betreute-ferien.ch

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