Sieben Mythen des Nullwachstums

0.
Einleitung

Wirtschaftswachstum scheint aktuell in aller Munde zu sein. In Europa suchen Politiker intensiv nach Wegen, um die Entwicklung ihrer krisengeschüttelten Volkswirtschaften wieder in Gang zu bringen. Wachstum wird als notwendig und erstrebenswert angesehen – bleibt es aus, wird man von den Wählern abgestraft. Ganz anders präsentiert sich die Situation in der Schweiz. Seit ein paar Jahren steht die ökonomische Expansion zunehmend in der Kritik. Negative Erscheinungen wie Umweltbelastung, Stress oder überlastete Infrastrukturen werden als direkte Folgen des Wachstums wahrgenommen. Die Bereitschaft, diese Konsequenzen in Kauf zu nehmen, scheint zu sinken: Schliesslich gehe es uns Schweizern doch gut, noch mehr materieller Wohlstand sei gar nicht erstrebenswert, der Fokus der Wirtschaftspolitik müsse auf andere Bereiche gelegt werden. Diese Kritik ist nicht neu. In regelmässigen Abständen – oft nach Phasen eines Konjunkturhochs – wird vor den Grenzen des Wachstums gewarnt. Bereits in den 1970er-Jahren hat der «Club of Rome» im Zuge der Ölkrise die «Grenzen des Wachstums» propagiert. Mittlerweile scheint der Kreis der Wachstumskritiker selbst deutlich gewachsen zu sein. In der Schweiz zeigen die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative im Februar 2014, aber auch diverse Leitartikel zum Thema Nullwachstum, dass wirtschaftliches Wachstum in der breiten Bevölkerung nicht mehr als unabdingbar betrachtet und teilweise sogar abgelehnt wird.

Doch was ist Wirtschaftswachstum eigentlich? Ökonomen beschreiben damit die Mehrung des Wertes aller Güter (auch Investitionsgüter) und Dienstleistungen (auch Kultur und Bildung), welche mit dem vorhandenen Kapital, der hiesigen Arbeitskraft, den verfügbaren Technologien und dem aktuellen Wissen produziert werden können. Wachstum bedeutet in erster Linie also nicht eine quantitative Vervielfachung, sondern eine Werterhöhung. Das gängige Mass für diese Veränderung ist das sogenannte Bruttoinlandprodukt (BIP). Doch bei Wachstumskritikern hat das BIP einen schweren Stand. Glück und subjektiver Wohlstand einer Gesellschaft (beispielsweise ihre Sozialstruktur, Kultur, Freizeitmöglichkeiten, eine saubere Umwelt) gingen weit über wirtschaftliche Faktoren wie Konsum und Arbeitsmöglichkeiten hinaus. Das BIP sei daher kein sinnvoller Indikator.

Tatsächlich ist das Bruttoinlandprodukt keine optimale Messgrösse. Bekannte Beispiele für seine Unzulänglichkeiten sind der Autounfall, welcher zwar das BIP erhöht, sicher aber nicht den ökonomischen Wohlstand der Gesellschaft. Oder die Tatsache, dass sich Umweltverschmutzung kurzfristig nicht negativ im BIP niederschlägt, trotz der langfristig negativen Auswirkungen. Nichtsdestotrotz ist das BIP weiterhin das beste Mass zur Berechnung des gesellschaftlichen Wohlstands, und dies aus vier Gründen. Erstens ist es objektiv berechenbar – subjektive Komponenten, wie sie bei Glücksindikatoren zentral sind, spielen keine Rolle. Das Bruttoinlandprodukt ist somit nur bedingt verzerrbar und weitgehend immun gegen politisch motiviertes Schönfärben oder Schwarzmalen. Zweitens ist das BIP international und über die Zeit vergleichbar. Drittens lässt es sich relativ einfach berechnen. Notfalls erreicht man mit Näherungen (z.B. durch Messung der nächtlichen Beleuchtungsintensität in einem Land) Werte, die überraschend nahe an der Realität liegen. Und viertens korreliert das BIP stark mit praktisch allen Faktoren, welche von seinen Kritikern als zentral für eine bessere Messung des Wohlstands betrachtet werden. Sowohl das allgemeine Glücksempfinden als auch die Lebenserwartung bei Geburt in einem bestimmten Land steigen eindeutig bei einem höheren Pro-Kopf-Einkommen. Beide Zusammenhänge sind sehr deutlich. Daran können auch einzelne statistische Ausreisser wie die trotz eher tiefem BIP recht glücklichen Mexikaner nichts ändern.

Dass die Wirtschaftspolitik dem Wachstum des BIP besondere Aufmerksamkeit schenkt, scheint also durchaus nachvollziehbar. Beachtet man die vielen Fortschritte in den letzten Jahren und Jahrzehnten, die sich auch im BIP widerspiegeln, so spricht viel dafür, sich weiterhin daran zu halten. Ein paar Beispiele, die den Zusammenhang verdeutlichen:

  • Innovationen in der Medizin haben vielen Krankheiten, die früher tödlich verliefen, einen Teil ihres Schreckens genommen.
  • Die Nachfrage nach lokal und besonders umweltgerecht produzierten Lebensmitteln steigt, obwohl diese einen höheren Mitteleinsatz benötigen.
  • Neue Dienstleistungsangebote und Kommunikationstechnologien erleichtern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Woher kommt in Anbetracht dieser positiven Entwicklungen die starke Kritik am Wirtschaftswachstum? Einerseits hat jede Innovation ihre Schattenseiten. Die neuen Kommunikationstechnologien ermöglichen neben einer Flexibilisierung des Arbeitsorts auch eine permanente Erreichbarkeit, was den Arbeitsstress merklich erhöhen kann. Zudem bedeuten gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Wandel immer auch Unsicherheit (z.B. bezüglich der der eigenen Arbeitsstelle) und den Verlust von Bekanntem und Bewährtem. Beides sind Prozesse, die Ängste und grundsätzliche Kritik auslösen können und eng mit positivem Wirtschaftswachstum verbunden sind.

Andererseits fusst die Wachstumskritik aber auch stark auf grundlegenden Missverständnissen und populären Halbwahrheiten. Sieben der gängigsten Mythen rund um eine wachstumslose Schweiz werden nachfolgend genauer unter die Lupe genommen.

1.
«Wachstum bedeutet, dass wir immer mehr Güter konsumieren müssen.»

Kritiker weisen gerne darauf hin, dass Wirtschaftswachstum vor allem ein Wachstum des Konsums bedeutet. Konsum könne jedoch nicht permanent wachsen; irgendwann habe jeder Mensch genug. Ein beliebtes Beispiel: Niemand brauche zwei Kühlschränke. Eigentlich hätten die Menschen – zumindest in den westlichen Industrienationen – ihren Konsumbedarf heute bereits befriedigt, sie würden von Firmen aber fortlaufend zum Kauf von noch mehr Gütern verführt, anstatt mehr Freizeit zu geniessen, was eher ihren Bedürfnissen entsprechen würde.

Ein Blick auf die Statistik widerlegt zumindest letztere Behauptung. Die reguläre Wochenarbeitszeit hat in der Schweiz in den letzten 30 Jahren um 1,8 Stunden abgenommen. Hinzu kommt, dass die Ausbildung in der Tendenz immer länger dauert und sich ein stattlicher Anteil der Arbeitnehmer frühzeitig pensionieren lässt. In jüngster Zeit hat schliesslich der Trend zu Teilzeitarbeit, aber auch zu Auszeit, zugenommen. Kurz: Über die gesamte Lebensdauer hinweg arbeiten die Menschen in der Schweiz immer weniger. Ein Trend, der unter den derzeitigen Bedingungen wohl anhalten wird.

Trotz Abnahme der regulären Arbeitszeit steigt der Privatkonsum in wachsenden Volkswirtschaften – eigentlich eine wunderbare Entwicklung. Dies bedeutet zum Glück nicht, dass wir auf einen «Konsum-Overkill» zusteuern oder diesen längst erreicht haben. Dafür gibt es vor allem zwei Gründe. Der Privatkonsum steigt in erster Linie wertmässig, denn die Qualität der konsumierten Produkte steigt, aber nicht zwingend auch die Zahl der konsumierten Einheiten. Das Aufkommen der biologischen Landwirtschaft veranschaulicht dieses Phänomen. So bleibt ein biologisch produzierter Apfel weiterhin ein Apfel, sein Preis und sein Beitrag ans BIP sind jedoch höher als bei der üblichen Produktion.

Zweitens ändern sich Konsumbedürfnisse immer zu. Einige der bisher konsumierten Produkte verschwinden (z.B. die Schreibmaschine), wesentlich mehr kommen dazu (z.B. das Smartphone).Die Bedürfnisse des Menschen sind latent unbegrenzt. Unser Drang nach Verbesserung, Effizienzsteigerung und Innovation verändert die Produktepalette laufend, und solange neue Produkte erfunden werden, erhöhen sich auch die Konsumbedürfnisse der Leute. Neuere Güter verfügen zudem meistens über eine höhere Wertschöpfung, was den wertmässigen Konsum zusätzlich erhöht. Die Kreise greifen ineinander, was die gegenseitige Beeinflussung der Wachstumsformen veranschaulicht.

Dass wir uns unfreiwillig zum Konsum verführen lassen, ist also ein Mythos. Ganz davon abgesehen, dass diese Ansicht von einem ziemlich reaktionären Menschenbild ausgeht, verkennt sie die menschliche Natur der fast unbegrenzt vorhandenen latenten Bedürfnisse. Das hat nichts mit Gier oder dergleichen zu tun. Menschen haben auch Bedürfnisse nach Fairness oder einer intakten Umwelt. Bedürfnisse spiegeln den Drang nach neuem Wissen, sozialer Interaktion und einer Verbesserung des eigenen Daseins.

2.
«Weiteres Wachstum lässt sich politisch einfach verhindern.»

Wachstumskritiker sprechen oft davon, dass vor allem die Industriestaaten ihr Wachstum beenden müssen, was in erster Linie eine Frage des Willens sei. In der Politik müsse «ein radikales Umdenken stattfinden» und zwar bevor man «durch die Realität dazu gezwungen werde.» Ein irgendwann in der Zukunft durch äussere Umstände erzwungener Wachstumsverzicht sei viel schmerzhafter. Die geforderten Massnahmen sind äusserst vielfältig. Neben ökologischen Steuerreformen, der erhöhten Besteuerung von Kapital oder der generellen Regulierung des Rohstoffverbrauchs werden auch Massnahmen zur Verkürzung der Arbeitszeit oder zur Eindämmung des Bevölkerungswachstums gefordert.

Diese Vorschläge offenbaren eine sehr statische Sicht auf das Wirtschaftsleben. Die zentrale Frage ist, was das Wachstum der Wirtschaft überhaupt antreibt. Schon Karl Marx wusste, dass dies, neben der Akkumulation von Kapital (oder mit anderen Worten «Sparen»), in erster Linie Innovation, technischer Fortschritt und Erfindergeist sind. Dies sind Produkte des menschlichen Denkens und Strebens, und nur am Rand Konsequenz politischen Handelns. Solange Menschen nach einer Verbesserung oder Vereinfachung ihres Lebens streben, solange wird es, wirtschaftliches Wachstum geben. Vielleicht kommt dieser Prozess von sich aus irgendwann zum Erliegen. Sei es, weil die Gesellschaft mit dem Erreichten zufrieden ist (was aufgrund der latent unbegrenzten Bedürfnisse jedoch unwahrscheinlich ist), sei es, weil der technologische Fortschritt an seine Grenzen stösst. Ökonomisch gesehen wäre ein solcher Zustand an sich unproblematisch, politisch herbeiführen lässt er sich aber mit Sicherheit nicht.

Was ist von den geforderten Massnahmen zu halten? Tatsächlich sind die meisten Ideen wachstumsverhindernd. Dies liegt jedoch daran, dass solche Veränderungen zu Verzerrungen und der Fehlallokationen von Ressourcen innerhalb einer Volkswirtschaft führen. Investitionen würden sich zum Beispiel weniger lohnen, die Wettbewerbsfähigkeit würde erheblich beeinträchtigt. Solche Störungen haben unangenehme Nebenwirkungen, wie Arbeitslosigkeit oder starke Preisverzerrungen. Diese negativen ökonomischen Auswirkungen der geforderten Politmassnahmen werden oft relativiert mit dem Argument, dass ihr Ausmass weniger schlimm sei, als die späten Konsequenzen des unkontrollierten Wachstums.

Nachhaltig das Wachstum der Wirtschaft verhindern würden die geforderten Massnahmen trotzdem nicht, denn dafür müssten die Menschen auf totalitäre Art und Weise in ihrer Handlungsfreiheit eingeschränkt werden. Das Wachstumspotenzial könnte sich hingegen erheblich mindern, allerdings nicht folgenlos. Die volkswirtschaftlichen Kosten im Sinne der Einbusse von Wohlstand und Wohlfahrt wären enorm. Und ob das Glücksempfinden der Menschen in einer diktatorischen Staatsform höher ist als in einer Demokratie, darf mit Fug und Recht bezweifelt werden.

3.
«Wirtschaftswachstum schadet der Umwelt.»

Eines der Hauptargumente der Wachstumskritiker ist, dass Wachstum die Umwelt zerstören würde. Besonders der «Club of Rome» mit seiner Publikation «Die Grenzen des Wachstums» (1972) zielt auf diesen Zusammenhang ab. Während in den 1970er-Jahren noch in erster Linie davor gewarnt wurde, dass sich die Verfügbarkeit von Rohstoffen – und dabei insbesondere von Erdöl – schon bald dem Ende zuneige, wird heute damit argumentiert, dass wirtschaftliches Wachstum zu einer Übernutzung der Ressourcen führe. Es würden mehr Emissionen produziert, als die Erde aufnehmen könne. Ein Kollaps des Ökosystems sei unausweichlich, sollte die Wirtschaft noch lange wachsen. Als Anschauungsbeispiel wird oft die parallele Entwicklung von BIP und Stromverbrauch verwendet oder es wird vorgerechnet, dass für den heutigen Lebensstil der Industrieländer mehr als eine Erde benötigt wird.

Der Zusammenhang von wirtschaftlicher Entwicklung und Verbrauch von Ressourcen ist nicht von der Hand zu weisen. Dies zeigt sich insbesondere in aufstrebenden Ökonomien wie China, mit entsprechend negativen Folgen wie Luft- und Wasserverschmutzung, unter denen die dortige Bevölkerung leidet. Allerdings würde ein Nullwachstum die Umweltsituation weder in der Schweiz noch in den Entwicklungs- und Schwellenländern verbessern. Denn es ist heute bereits eine Entkoppelung von Wirtschaftsentwicklung und Energieverbrauch festzustellen. Dies liegt an technischen Neuerungen und am strukturellen Wandel der Wirtschaft an sich (Übergang zur Dienstleistungsökonomie). Dieser Prozess würde ohne Wachstum gebremst oder sogar umgekehrt. Gerade in industrialisierten Ländern haben sich viele Umweltfaktoren in den letzten Jahrzehnten stark verbessert. Die Luft ist sauberer, die Wasserqualität extrem gestiegen, die Landwirtschaft produziert ökologischer – all dies wäre ohne Wirtschaftswachstum nicht möglich gewesen. Umweltschutz ist in der Zwischenzeit zu einem veritablen Verkaufsfaktor geworden und viele Investitionen erfolgen in den Aufbau von umweltschonenden Prozessen und Technologien. Dies alles generiert Wirtschaftswachstum und ist ein zu erwartender Prozess in reifen Ökonomien.

Dieses als «Umwelt-Kuznets-Kurve» bekannte Phänomen lässt sich in den entsprechenden Daten beobachten. Vergleicht man die wirtschaftliche Entwicklung und den Energieverbrauch (gemessen in Terajoule) in der Schweiz seit 1980, so kann man spätestens seit Beginn der 1990er-Jahre eine Entkoppelung und in der jüngsten Tendenz sogar eine negative Korrelation erkennen. Bezüglich CO2-Emissionen hat der Pro-Kopf-Ausstoss in der Schweiz seit 1990 ebenfalls kontinuierlich abgenommen und liegt seit 2007 wieder auf dem Niveau der 1960er-Jahre (weniger als sechs Tonnen pro Kopf).

Diese Entwicklung lässt sich auch an einem ganz konkreten Beispiel aufzeigen. Der VW Golf gehört zu den am meisten verkauften Autos der Schweiz. Der erste Golf GTI verbrauchte 1976 bei einer Leistung von 110 PS noch über acht Liter Benzin pro 100 Kilometer. Die inzwischen siebte Ausführung aus dem Jahr 2014 benötigt bei doppelter Leistung zwei Liter weniger, während die CO2-Emissionen um mehr als einen Viertel gesenkt werden konnten. Dazu kommen diverse Sicherheits- und Komfortstandards, auf die heute wohl niemand mehr verzichten möchte. Das Beispiel zeigt klar: Wo die Grundbedürfnisse gedeckt sind, steigt die Nachfrage nach Sozial- oder Umweltgütern, was entsprechende Investitionen und Innovationen auslöst und Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung senkt. Nullwachstum würde diesen Prozess bremsen – zum Nachteil der Umwelt.

4.
«Exponentielles Wachstum ist langfristig nicht möglich.»

Wenn von Wirtschaftswachstum gesprochen wird, so sprechen Ökonomen von einer konstanten Wachstumsrate über die Zeit hinweg (meist in Prozent). Es handelt sich also nicht um eine lineare, sondern um eine exponentielle Expansion. Um wie viel die Wirtschaftsleistung in absoluten Zahlen wächst, hängt davon ab, wie hoch sie aktuell ist. Ein Beispiel: Bei einer Wachstumsrate von zwei Prozent verdoppelt sich die Wirtschaftsleistung alle 35 Jahre. Dieser Wert entspricht in etwa der langfristigen Entwicklung in den Industrieländern. Genau dieser Vorgang wird von Wachstumskritikern als besonders gefährlich gebrandmarkt. Exponentielles Wachstum sei nie nachhaltig, beschleunige die Zerstörung der Umwelt und sei langfristig gar nicht möglich. Als Anschauungsbeispiel wird gerne ein Seerosenteich verwendet: Jede Seerose verdoppelt sich einmal pro Tag. Am schönsten sei der Teich, wenn die Fläche exakt zur Hälfte mit Seerosen bedeckt ist. Aufgrund des exponentiellen Wachstums ist die Wasserfläche aber einen Tag später bereits mit Seerosen komplett zugedeckt und das ganze System stirbt ab. Aufgrund dieser Entwicklung wird abgeleitet, dass die Wirtschaft in einem ähnlichen Sinn zu einem gewissen Zeitpunkt als System mehr oder weniger von einem Tag auf den anderen zusammenbrechen wird – als Folge einer totalen Übersättigung.

Dieser Sicht auf die ökonomische Entwicklung liegt jedoch ein fundamentaler Denkfehler zugrunde. Tatsächlich ist exponentielles Wachstum in der Naturwissenschaft fast nicht möglich oder dann nur für eine kurze Zeitdauer, wie der Seerosenteich veranschaulicht. Doch das Beispiel lässt sich so nicht auf die Wirtschaftswelt übertragen. Wirtschaftswachstum bedeutet in der langen Frist ausschliesslich Wachstum von Ideen und technologischer Fortschritt. Schon der österreichische Ökonom Joseph Schumpeter stellte fest, dass neue Ideen auf der Grundlage von bereits bestehenden entstehen (wie auch bestehende Technologien Grundlage für die Entwicklung von neuen sind). Er verglich dies damit, dass Forscher, Tüftler und andere Visionäre immer auf den Schultern ihrer Vorgänger stehen können. Mit anderen Worten vergrössert jedes Wachstum den Pool an Ideen, auf den für die Entwicklung von neuen Ideen zugegriffen werden kann. In einer wachsenden Wirtschaft wächst also die Grundlage für weiteres Wirtschaftswachstum (quasi die Fläche des Seerosenteichs) ebenfalls mit. Und für diese Grundlage – die Menge an Wissen, Ideen und technischen Möglichkeiten – gibt es keine natürliche Begrenzung. Ein Blick auf das Verhältnis von BIP und Innovationskraft bestätigt den Zusammenhang zwischen Wirtschaftsstärke und Innovation. Je höher die Wirtschaftskraft eines Landes ist, desto innovativer ist es im Normalfall – denn es kann auf einen grösseren Pool an Ideen und Technologien zugreifen.

Exponentielles Wachstum ist unter anderem ein Phänomen der wirtschaftlichen Entwicklung und widerspricht zweifelsohne der unmittelbaren menschlichen Intuition. Nicht mehr exponentiell zu wachsen bedeutet in der Wirtschaftswelt, einen Teil der eigenen Möglichkeiten nicht mehr wahrzunehmen, und damit faktisch einen Rückschritt.

5.
«Wachstum lässt sich mit Subventionen oder staatlichen Investitionen generieren.»

Wachstumskritiker argumentieren oft, dass das heutige Wirtschaftswachstum nichts anderes als das Produkt einer falsch ausgerichteten Politik sei. Verschuldung und Subventionen hätten ein illusionäres Wachstum aufrechterhalten. Konsequenzen daraus seien nicht nachhaltige Staatsfinanzen und ein Schuldenberg, den die kommenden Generationen zu tragen hätten. Die Politik müsse von diesen «wachstumsfördernden Subventionen» wegkommen und stärker auf Umverteilung setzen.

Die Kritik vonseiten vieler Wachstumsgegner ist in diesem Punkt zwar folgerichtig und in sich analytisch korrekt, jedoch sind gewisse Annahmen und Schlussfolgerungen problematisch und bisweilen falsch. Tatsächlich versuchten einige, vor allem europäische Staaten mittels Verschuldung und staatlicher Impulse über ihren Möglichkeiten zu wachsen (und vor allem zu konsumieren). Diese nicht nachhaltige Expansionsstrategie auf Pump ist einer der Hauptgründe für die heutige Verschuldungskrise im Euroraum.

Das Problem liegt in einem Irrtum, den viele Politiker, aber de facto auch die Wachstumskritiker begehen: Die fehlende Unterscheidung von kurzfristiger, konjunktureller Wirtschaftsentwicklung und langfristigem Wachstum. Konjunktur- und Wachstumstheorie sind zwei weitestgehend voneinander getrennte Untersuchungsgegenstände der modernen Makroökonomik, welche aus wirtschaftspolitischer Sicht nicht vermischt werden sollten. Wachstum im engeren Sinn steht für die langfristige ökonomische Entwicklung einer Volkswirtschaft – Konjunktur beschreibt die Schwankungen um diesen langfristigen Wachstumspfad.

Manche Staaten sind zwar in der Lage, über einige Jahre hinweg mittels Verschuldung ein konjunkturelles Strohfeuer zu entfachen. Mit langfristigem Wachstum hat das aber nichts zu tun. Konjunkturpolitik, insbesondere Geldpolitik, soll und kann kurzfristige, unangenehme Schwankungen (beispielsweise aufgrund von geopolitischen Ereignissen, Preisschocks usw.) bekämpfen. Langfristiges Wachstum lässt sich jedoch nicht durch staatliche Interventionen erzwingen, sondern ist Konsequenz des technologischen Wandels und der Innovation, die eine Gesellschaft hervorbringt. Das einzige, was die Politik tun kann, um diesen Prozess positiv zu beeinflussen, ist die Gestaltung der Rahmenbedingungen (liberaler Arbeitsmarkt, Planungssicherheit, ein gutes Bildungssystem, offene Märkte, moderate Steuern). Entsprechend müssen die betroffenen EU-Länder für gewisse Jahre eher mit unterdurchschnittlichen Wachstumsraten leben, gewissermassen als Ausgleich für die vergangenen Übertreibungen.

Eine Verstärkung der staatlichen Umverteilungsaktivitäten ist darum ebenfalls verfehlt. Einerseits wäre dies keine Abkehr von der angeprangerten Politik auf Pump – viele europäische Staaten sind durch den massiven Ausbau ihres Sozialwesens oder durch unproduktive Ausgabenposten in unkontrollierter Höhe ins Straucheln geraten. Andererseits verstärkt dies volkswirtschaftliche Friktionen und senkt die Wettbewerbsfähigkeit mit entsprechend negativen Konsequenzen für den Wohlstand und die langfristige Wachstumsfähigkeit.

6.
« Ungleichheit und Armut in Entwicklungsländern sind Konsequenzen des Wachstums der Industrieländer.»

Die Armut und Unterentwicklung in den Entwicklungsländern – in erster Linie in Afrika – gehört zu den wichtigsten weltpolitischen Themen. Für Autoren wie Denis Meadows, der zu den bekanntesten Wachstumskritikern zählt, gibt es dafür einen eindeutigen Grund: «Das derzeitige Wachstum hält die Armut aufrecht und vergrössert die Kluft zwischen Arm und Reich.» Damit implizieren diese Kreise, dass das Wirtschaftswachstum in der industrialisierten, westlichen Welt auf der Ausbeutung der weniger weit entwickelten Gebiete beruhe, insbesondere Afrika. Nur wenn der Westen sich einschränke, auf Wachstum verzichte oder sogar schrumpfe, könnten sich die Entwicklungsländer aus ihrer Armut befreien. Mit anderen Worten: Die Politik soll dafür sorgen, dass der Kuchen neu verteilt wird.

Ein Blick auf die ökonomische Entwicklung der verschiedenen Weltregionen zeigt, dass Afrika seit einem halben Jahrhundert wirtschaftlich nahezu stagniert. Es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass dies mit der Entwicklung in der westlichen Welt zusammenhängt. Im Gegenteil: Weite Teile Asiens und Südamerikas haben aufgezeigt, dass eine Befreiung aus der Armut und eine stetige Steigerung des Wohlstands möglich sind – aber nur dann, wenn die entsprechende Volkswirtschaft in der Weltwirtschaft integriert ist. Dabei sind es gerade der Technologietransfer und die Nachfrage aus den Industrieländern, welche unterstützend wirken. Mit Blick auf Afrika gibt es immerhin einige Anhaltspunkte, dass auch diese Weltregion zumindest teilweise auf den Pfad der ökonomischen Prosperität finden könnte. Sowohl Investitionen als auch der Handel mit der übrigen Welt nehmen zu; entsprechend steigt das Einkommen der Bevölkerung. Ein Blick auf die weltweite Armutsquote (der Anteil der Menschen, welche in extremer Armut leben) bestätigt dieses Bild. Diese hat sich gemäss Zahlen der Weltbank seit 1980 halbiert und sinkt konstant weiter, notabene trotz Bevölkerungswachstum.

Es gibt keinen Grund davon auszugehen, dass arme Länder von einem Rückgang von Wachstum und Wohlstand in den Industrieländern profitieren. Ob sich ein Land entwickeln kann, hängt in erster Linie von den institutionellen Rahmenbedingungen ab. Sind diese nicht gegeben, bleibt jeder noch so grosse Transfer aus den Industrieländern in die Entwicklungsländer ohne nachhaltige Wirkung. Wirtschaftliches Wachstum in unterentwickelten Ländern (welches auch von Wachstumskritikern gewünscht wird) muss in erster Linie aus den betroffenen Volkswirtschaften entstehen. Dies soll aber nicht bedeuten, dass die industrialisierten Länder nichts dazu beitragen können. Neben der bereits laufenden Unterstützung würden insbesondere eine Öffnung der eigenen Märkte (z.B. für Agrarprodukte), ein verstärkter Know-how-Transfer sowie vermehrte Investitionen diesen Prozess unterstützen, wie das Beispiel vieler heutiger Schwellenländer zeigt.

7.
«Protektionismus schützt Wohlstand.»

Befürworter des Nullwachstums tendieren dazu, den Status quo bewahren zu wollen. Dies gilt besonders für den gegenwärtigen Wohlstand, der entsprechend geschützt werden soll gerade in relativ reichen Ländern wie der Schweiz. Nicht selten wird der Ruf nach protektionistischen Massnahmen laut, um sich vor vermeintlich wachstumstreibenden internationalen Wettbewerbskräften abzuschotten. Die einen fordern den Schutz inländischer Firmen, andere eine strikte Begrenzung der Zuwanderung. Allerdings gibt es keine Volkswirtschaft, die sich den dynamischen Prozessen einer globalisierten Welt dauerhaft entziehen und ihren Wohlstand trotzdem bewahren kann. Erst recht nicht eine Volkswirtschaft mit kleinem Heimmarkt wie die Schweiz. Die Gesellschaft und die Wirtschaft entwickeln sich unabhängig von politischen Interventionen ständig weiter. Gewisse Strukturen, Technologien und Prozesse verschwinden, neue kommen hinzu. Der Verkehr hat sich im 19. Jahrhundert von der Postkutsche auf die Eisenbahn verlagert, und vor 30 Jahren sind fast alle Schreibmaschinenhersteller verschwunden, dafür sind Computerproduzenten an ihre Stelle getreten. Solche strukturellen Veränderungen lassen sich nicht aufhalten. Will ein Land sich von diesen Entwicklungen abschotten, verzögert sich der Schrumpfungsprozess nur. Gleichzeitig aber können die aufstrebenden Branchen ihre Chancen nicht richtig nützen. Ihr Wachstum ist aber notwendig, um die Verluste in den schrumpfenden Branchen auszugleichen. Protektionismus verunmöglicht dies und führt nicht zu einem Nullwachstum, sondern zu Wohlstandsverlusten. Denn Wohlstand lässt sich nicht konservieren. Die eigene Wettbewerbsfähigkeit kann sich insbesondere ein kleines Land wie die Schweiz nur durch offene Grenzen erhalten.

Ein autarkes Funktionieren der Schweizer Volkswirtschaft war in vergangenen Jahrhunderten nie Realität und ist in der heutigen Zeit erst recht nicht denkbar. Das gilt für alle Bereiche. Ein Beispiel: Der Schweizer Arbeitsmarkt weist einen strukturellen Mangel an Arbeitskräften auf. Eine bedarfsgerechte Zuwanderung ist somit wesentlich für die Wettbewerbsfähigkeit, aber auch für die Innovationskraft des Landes. International wettbewerbsfähige Unternehmen sind zwingend auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen. Und weil in den nächsten Jahren die Generation der «Babyboomer» ins Pensionsalter eintritt – während die nachfolgenden Jahrgänge weit weniger Menschen umfassen –, wird sich der Arbeitskräftemangel nochmals deutlich verschärfen. Davon betroffen ist auch die Altersvorsorge: Ohne Zuwanderung wäre das Umlageergebnis der AHV bereits seit 1992 negativ.

Ökonomische Prozesse sind nie ein Nullsummenspiel. Offenheit leistet – gerade in einem Land wie der Schweiz – einen wesentlichen Beitrag zur Prosperität. Dass diese nicht gottgegeben ist, zeigt ein Blick in die jüngere Vergangenheit. Niemand denkt gerne daran zurück, doch noch in den 1990er-Jahren galt die Schweiz als wirtschaftliches Sorgenkind, nachdem sie sich in den Jahrzehnten zuvor vom «Armenhaus Europas» hochgearbeitet hatte. Die internationale und wirtschaftliche Öffnung in vielen Bereichen, aber insbesondere die Liberalisierung der Zuwanderung hat viel dazu beigetragen, aus dieser wirtschaftlichen Talsohle herauszufinden.

X.
Fazit: Nullwachstum heisst Rückschritt

Die wirtschaftliche und technologische Entwicklung weckt im Menschen, neben allen positiven Aspekten, schon seit jeher Sorgen und Ängste. Zu Beginn des Eisenbahnzeitalters war man sich unsicher, ob der menschliche Körper solch hohe Tempi überhaupt aushalten könne. Mit dem Aufkommen des Automobils beklagten viele die Entfremdung von der Natur. Globalisierung und Migration schüren Ängste vor dem Verlust der eigenen kulturellen Identität. Und die E-Mail war für jeden Büroarbeiter schon oft mehr Fluch als Segen. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass Stimmen, welche gerade in wirtschaftlich eher sorgenlosen Zeiten einen Marschhalt verlangen, auf grossen Widerhall stossen.

Es stellt sich jedoch die Frage, ob ein Verzicht auf wirtschaftliches Wachstum einerseits überhaupt machbar und andererseits wünschbar wäre. Die Entlarvung der sieben gängigsten Mythen rund um eine Nullwachstumsökonomie erteilt beidem eine Absage. Sie zeigt aber ebenso, dass Wachstum sich nicht erzwingen lässt. Ökonomischer Fortschritt ist keine unmittelbare Folge eines politischen oder gesellschaftlichen Willens, sondern Ergebnis des menschlichen Strebens nach neuer Erkenntnis und einer Verbesserung des eigenen Lebens. In einer freien Gesellschaft lässt sich dieser Drang nicht unterbinden. Nicht jeder Fortschritt ist für sich alleine unbedingt begrüssenswert. Doch Versuch und Irrtum gehören seit jeher zur gesellschaftlichen, technologischen und ökonomischen Entwicklung. Deshalb ist es wichtig, dass die eher negativen Effekte der Weiterentwicklung eingedämmt und die positiven Effekte gestärkt werden.

Kein Produkt ist für die Ewigkeit gemacht – was für jeden Unternehmer klar ist, gilt auch für die Volkswirtschaft als Ganzes. Die Welt, wie wir sie kennen, lässt sich nicht konservieren. Sie entwickelt sich weiter. Sich als Gesellschaft davor verschliessen zu wollen hiesse nicht anderes, als zurückzufallen und die Chancen, welche alle Entwicklungen und Neuerungen bieten, zu verpassen.

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